DIHVA? Was ist DIHVA?
DIHVA steht für "Digitale hausärztliche Versorgungsassistenz". Das Konzept: Speziell geschulte Versorgungsassistenten übernehmen mit Hilfe eines einfach zu bedienenden Sets modernster Diagnostik-Hardware die Untersuchung von Patientinnen und Patienten vor Ort. Die erhobenen Werte werden telemedizinisch in wenigen Klicks an einen Arzt übermittelt, der die Diagnose stellt. Dabei kann die ärztliche Versorgung entweder über das DIHVA-Ärztenetzwerk oder über bestehende Hausarztpraxen in Ihrer Region, die in DIHVA eingebunden werden können, erfolgen.
So wird ärztliche Versorgung auch dort möglich, wo keine Ärztin oder kein Arzt vor Ort verfügbar ist.
Für Ihre Region bedeutet der Einsatz von DIHVA: Die hausärztliche Versorgung wird gestärkt, unabhängig von der Zahl niedergelassener Ärztinnen und Ärzte vor Ort. Pflegeeinrichtungen, ambulante Pflegedienste und Apotheken sind dabei verlässlich an ärztliche Fachkräfte angebunden.
Das entlastet diese Einrichtungen organisatorisch, da die zeitaufwändige Suche nach einem verfügbaren Arzt im Akutfall entfällt, und unterstützt die vorhandenen Ärztinnen und Ärzte durch strukturierte Voruntersuchungen.
Für Ihre Region entsteht so eine engere Zusammenarbeit der Versorgungsakteure zwischen Praxen, Pflege, Apotheken und kommunalen Angeboten – und eine höhere Attraktivität für Bürgerinnen und Bürger sowie für niederlassungswillige Ärztinnen und Ärzte.
Unverbindliches Beratungsgespräch buchenProbleme, die Sie als kommunale Entscheiderin oder Entscheider kennen
- Der hausärztliche Versorgungsgrad sinkt, in einigen Planungsregionen liegt er bereits unter 75 Prozent.
- Niederlassungswillige Ärztinnen und Ärzte für die eigene Region zu finden, wird zunehmend schwerer, besonders in ländlichen und strukturschwachen Gebieten.
- Pflegeeinrichtungen, ambulante Dienste, Apotheken und Bürgerinnen und Bürger spüren die Versorgungslücke im Alltag zuerst.
- Kommunen stehen unter dem Druck, sichtbar zu handeln, ohne dass kurzfristig einfache Lösungen zur Verfügung stehen.
Was DIHVA für Ihre Region bewirken kann
In diesen Einrichtungen können DIHVAs eingsetzt werden:
Pflegeheime und ambulante Pflegedienste
Hausarztpraxen und MVZs
Reha-Einrichtungen
Senioren-Wohnanlagen
Apotheken
Gemeindeschwestern und Primärversorgungszentren
So arbeiten DIHVAs
- Mit standardisierter Diagnostik-Hardware erheben die DIHVAs im Falle eines Krankheitsfalls oder eines Notfalls diagnostische Daten des jeweiligen Patienten.
- Über die mitgelieferten Softwarelösungen (C5-Typ-2-zertifiziert) werden über das inkludierte Tablet alle Informationen und alle diagnostischen Werte zu ärztlichem Personal übermittelt – synchron oder asynchron.
- Auswertung und Rückmeldung durch ärztliches Personal in wenigen Minuten.
- Infolge der lückenlosen Dokumentation durch DIHVA sind die Verantwortlichen bei mutmaßlich akuten Fällen rechtlich abgesichert.
Die Ausbildung zur DIHVA-Assistenz
Je nach Größe und Bettenanzahl der jeweiligen Gesundheitseinrichtung in Ihrer Region legen wir gemeinsam fest, wie viele DIHVA-Assistenzen benötigt werden. Diese können aus bestehendem Personal ausgebildet werden oder extern besetzt werden.
Die Ausbildungsdauer richtet sich nach der Vorerfahrung: Personen mit medizinischer Vorerfahrung werden in 3 Wochen zum DIHVA-Assistenten ausgebildet, ohne medizinische Vorerfahrung dauert die Ausbildung 3,5 Monate. Vorgesehen ist dabei eine verpflichtende Präsenzwoche, weitere Ausbildungsanteile finden über Live-Online-Veranstaltungen und On-Demand-Schulungen statt – mit einem wöchentlichen Aufwand von rund 34 bis 38 Unterrichtseinheiten zzgl. Selbstlernphasen.
Unverbindliches Beratungsgespräch buchenDas erhalten Gesundheitseinrichtungen bei der Einführung von DIHVA
- Ausbildung ausgewählter Mitarbeitender zu DIHVA-Assistenzen
- Diagnostikrucksack mit Hardware zur Erhebung von 50 diagnostischen Werten (die Anzahl der Rucksäcke richtet sich nach der jeweiligen Einrichtung)
- 1 Tablet inklusive KI-gestützter Software-Lösung von samedi und Triage-Software
- Software für die KBV-anerkannte Videosprechstunde von samedi
Passt DIHVA zu Ihrer Region oder Ihrer Kommune? Finden Sie es im persönlichen Gespräch heraus
Wie DIHVA konkret in Ihrer Region zum Einsatz kommen kann, hängt von Ihrer individuellen Situation ab: Versorgungsgrad, Flächenstruktur, vorhandene Einrichtungen.
Statt Sie mit allgemeinen Informationen allein zu lassen, nehmen wir gemeinsam mit Ihnen eine Bestandsaufnahme vor: unverbindlich und mit konkreten Antworten auf Ihre Fragen zu Ablauf, Förderung und Umsetzung.
Unverbindliches Beratungsgespräch buchen